Gilt die DSGVO auch für Selbstständige?
Ja. Sobald Selbstständige personenbezogene Daten verarbeiten, kann die DSGVO relevant sein. Das betrifft zum Beispiel Kundendaten, Rechnungen, E-Mails, Kontaktformulare, Zahlungsdaten, Mitarbeiterdaten oder digitale Dokumente.
Was sind personenbezogene Daten?
Personenbezogene Daten sind Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Dazu gehören Name, Adresse, E-Mail, Telefonnummer, Kundennummer, IP-Adresse, Zahlungsdaten und viele Angaben in Rechnungen oder Dokumenten.
Reicht eine Datenschutzerklärung für DSGVO-Konformität aus?
Nein. Eine Datenschutzerklärung ist wichtig, aber Datenschutz muss auch in den tatsächlichen Prozessen funktionieren. Dazu gehören Rechtsgrundlagen, AVV, Zugriffsschutz, Löschkonzept, Betroffenenrechte, Dokumentation und geeignete technische sowie organisatorische Maßnahmen.
Wann brauche ich eine AVV?
Eine AVV wird in der Regel benötigt, wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten weisungsgebunden für dein Unternehmen verarbeitet. Typische Beispiele sind Hosting, Cloud-Software, Newsletterdienste, externe IT, Support oder bestimmte Büro- und Buchhaltungssoftware.
Was sind TOMs?
TOMs sind technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten. Dazu gehören zum Beispiel Zugriffskontrollen, Passwörter, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Verschlüsselung, Backups, Rollenrechte, Protokollierung, Schulung und sichere Löschung.
Muss ich ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten führen?
Viele Unternehmen müssen ihre Verarbeitungstätigkeiten dokumentieren. Das Verzeichnis zeigt, welche personenbezogenen Daten zu welchem Zweck, auf welcher Rechtsgrundlage, mit welchen Empfängern und mit welchen Schutzmaßnahmen verarbeitet werden.
Wann brauche ich einen Datenschutzbeauftragten?
In Deutschland ist ein Datenschutzbeauftragter unter anderem zu benennen, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit automatisierter Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. Daneben können weitere Gründe bestehen, etwa bei bestimmten risikoreichen Verarbeitungen.
Was muss ich bei einer Datenpanne tun?
Du solltest den Vorfall sofort dokumentieren, das Risiko bewerten, die Ursache stoppen und prüfen, ob eine Meldung an die Datenschutzaufsichtsbehörde oder eine Benachrichtigung betroffener Personen erforderlich ist. Bei meldepflichtigen Datenschutzverletzungen gilt grundsätzlich eine Frist von möglichst 72 Stunden.
Darf ich Kundendaten unbegrenzt speichern?
Nein. Personenbezogene Daten sollten nur so lange gespeichert werden, wie sie für den Zweck erforderlich sind oder gesetzliche Pflichten eine Aufbewahrung verlangen. Deshalb braucht jedes Unternehmen ein Lösch- und Aufbewahrungskonzept.
Hilft Motorica bei DSGVO-orientierter Arbeit?
Ja. Motorica kann helfen, Kundendaten, Rechnungen, Belege, Dokumente, Aufgaben und Fristen strukturierter zu organisieren. Motorica ersetzt aber keine Datenschutzberatung und garantiert keine DSGVO-Konformität im Einzelfall.
Ist MIRA eine Datenschutzberatung?
Nein. MIRA kann Dokumente verständlicher erklären und organisatorische Hinweise sichtbar machen. Rechtliche Bewertung, Datenschutzkonzepte, AVV-Prüfung oder verbindliche Einzelfallberatung gehören zu qualifizierter Datenschutz- oder Rechtsberatung.