Was ist ZUGFeRD?
ZUGFeRD ist ein hybrides E-Rechnungsformat. Es kombiniert eine lesbare PDF/A-3-Rechnung mit eingebetteten XML-Daten. Das PDF ist für Menschen gedacht, die XML-Daten für Software und elektronische Verarbeitung.

E-Rechnung, PDF/A-3 & XML
ZUGFeRD ist ein hybrides E-Rechnungsformat: Eine PDF/A-3-Datei enthält die sichtbare Rechnung und eingebettete XML-Daten für die elektronische Verarbeitung. Entscheidend sind das verwendete Profil, vollständige strukturierte Angaben und eine technische sowie inhaltliche Prüfung.
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ZUGFeRD 2.5 kombiniert eine lesbare PDF/A-3-Rechnung mit eingebetteten XML-Daten. Das Format ist technisch mit Factur-X abgestimmt. Ob eine Datei die Anforderungen an eine E-Rechnung erfüllt, hängt insbesondere vom Profil, den strukturierten Pflichtangaben und der fehlerfreien Verarbeitung ab.
ZUGFeRD erleichtert den Austausch strukturierter Rechnungsdaten, weil Menschen die PDF-Darstellung lesen und Buchhaltungssysteme das eingebettete XML verarbeiten können. Ein normales PDF ohne strukturierten Datensatz ist keine ZUGFeRD-Rechnung. Maßgeblich bleiben die Datenqualität, der konkrete Anwendungsfall und die Anforderungen des Empfängers.
ZUGFeRD 2.5 ist ein hybrides Format für elektronische Rechnungen. Die am 10. Juni 2026 veröffentlichte Version verbindet eine PDF/A-3-Sichtkomponente mit eingebetteten XML-Rechnungsdaten. ZUGFeRD und Factur-X sind technisch aufeinander abgestimmt. Die PDF-Darstellung unterstützt die menschliche Prüfung; das XML ermöglicht die elektronische Verarbeitung.
Ein normales PDF ist nur eine digitale Darstellung der Rechnung. Es kann zwar per E-Mail verschickt und gelesen werden, enthält aber ohne strukturierte Daten keine maschinell verarbeitbare E-Rechnung. Eine XRechnung besteht dagegen aus XML-Daten und ist ohne Viewer kaum lesbar. ZUGFeRD liegt dazwischen: Es enthält ein lesbares PDF und zusätzlich strukturierte XML-Daten in derselben Datei.
Seit 2025 reicht ein einfaches PDF im inländischen B2B-Bereich grundsätzlich nicht mehr als E-Rechnung aus. Eine ZUGFeRD-Rechnung kann die Anforderungen erfüllen, wenn sie ein geeignetes strukturiertes Format nutzt und die erforderlichen Rechnungsangaben vollständig enthält. Nach der Verwaltungsauffassung des BMF fallen ZUGFeRD-Formate ab Version 2.0.1 grundsätzlich unter die zulässigen E-Rechnungsformate, wenn nicht die Profile MINIMUM oder BASIC-WL verwendet werden.
Eine ZUGFeRD-Rechnung muss nicht nur optisch vollständig aussehen. Die wichtigen Rechnungsdaten müssen auch strukturiert im XML-Teil enthalten sein. Dazu gehören die üblichen Pflichtangaben einer Rechnung, aber auch technisch saubere Angaben, damit Buchhaltungssoftware die Rechnung korrekt verarbeiten kann. Wenn Angaben nur im PDF stehen, aber im XML fehlen, kann die elektronische Verarbeitung scheitern.
ZUGFeRD stellt mehrere Profile mit unterschiedlichem Datenumfang bereit. Nicht jedes Profil eignet sich für jeden Zweck. Für verpflichtende E-Rechnungen müssen die umsatzsteuerlich erforderlichen Angaben vollständig strukturiert enthalten sein. Die Profile MINIMUM und BASIC-WL erfüllen diese Voraussetzung nicht. Empfänger-, Branchen- und Behördenvorgaben sind zusätzlich zu prüfen.
Der größte praktische Vorteil von ZUGFeRD ist gleichzeitig eine häufige Fehlerquelle: Die Rechnung hat eine sichtbare PDF-Seite und einen strukturierten XML-Teil. Beide müssen dieselbe Rechnung abbilden. Wenn im PDF andere Beträge, andere Steuersätze oder andere Kundendaten stehen als im XML, entstehen Rückfragen und Verarbeitungsfehler. Deshalb sollte eine ZUGFeRD-Rechnung nicht nachträglich manuell als PDF bearbeitet werden.
Wenn du eine ZUGFeRD-Rechnung erhältst, siehst du zunächst meist nur das PDF. Die eigentlichen strukturierten Rechnungsdaten sind im Dokument eingebettet. Für die Buchhaltung reicht es deshalb nicht, nur die sichtbare PDF-Seite zu betrachten. Du solltest prüfen, ob die Rechnung als ZUGFeRD-Datei erhalten wurde, ob die Angaben plausibel sind und ob deine Software die XML-Daten korrekt auslesen kann.
Vor dem Versand einer ZUGFeRD-Rechnung solltest du nicht nur das Layout prüfen. Entscheidend ist, ob die Rechnung technisch gültig ist und ob alle relevanten Angaben im strukturierten Datenteil vorhanden sind. Gerade bei Geschäftskunden, Steuerberatung und automatischer Verarbeitung fallen Fehler schnell auf: fehlende Pflichtfelder, falsche Steuersummen, unklare Zahlungsbedingungen oder nicht passende XML-Daten.
Bei Rechnungen an öffentliche Auftraggeber reicht es nicht, nur ein technisch zulässiges Format zu erzeugen. Öffentliche Stellen können zusätzliche Anforderungen an Übertragungsweg, Leitweg-ID, Rechnungsempfänger, Anlagen und Plattformen stellen. In vielen Behördenprozessen ist XRechnung der bekanntere Standard. ZUGFeRD kann je nach Vorgabe zulässig sein, sollte aber vor der Rechnungsstellung mit dem Auftraggeber oder der Plattformanforderung abgeglichen werden.
Eine ZUGFeRD-Rechnung sollte vollständig im Originalformat aufbewahrt werden. Es reicht nicht, nur die sichtbare PDF-Seite auszudrucken oder einen Screenshot zu speichern. Die eingebetteten XML-Daten sind ein wesentlicher Bestandteil der elektronischen Rechnung. Für eine nachvollziehbare Ablage sollten Rechnung, Datei, Zahlungsstatus, Korrekturen und mögliche Prüfergebnisse später wieder auffindbar sein.
Viele Fehler entstehen, weil ZUGFeRD wie ein normales PDF behandelt wird. Das ist riskant. Die Rechnung muss nicht nur optisch stimmen, sondern auch strukturell. Fehler im XML-Teil können dazu führen, dass Geschäftskunden oder Buchhaltungssysteme die Rechnung nicht sauber verarbeiten. Deshalb sollte der Prozess so aufgebaut sein, dass Rechnungsdaten einmal korrekt erfasst und anschließend automatisch in PDF und XML ausgegeben werden.
Motorica unterstützt die strukturierte Erfassung von Rechnungsdaten und die Ausgabe von XRechnungen. Motorica erstellt ZUGFeRD-Rechnungen direkt aus den gepflegten Rechnungsdaten. Die Datei verbindet eine lesbare PDF-Rechnung mit eingebetteten strukturierten XML-Daten. Dieser Artikel bleibt eine neutrale fachliche Grundlage.
FAQ
ZUGFeRD ist ein hybrides E-Rechnungsformat. Es kombiniert eine lesbare PDF/A-3-Rechnung mit eingebetteten XML-Daten. Das PDF ist für Menschen gedacht, die XML-Daten für Software und elektronische Verarbeitung.
Nein. Ein normales PDF enthält keine strukturierten Rechnungsdaten. Eine ZUGFeRD-Rechnung enthält zusätzlich XML-Daten, die in der PDF/A-3-Datei eingebettet sind und maschinell verarbeitet werden können.
ZUGFeRD kann eine gültige E-Rechnung sein, wenn ein geeignetes Profil verwendet wird und die erforderlichen strukturierten Rechnungsdaten vollständig enthalten sind. Die Profile MINIMUM und BASIC-WL sollten für verpflichtende B2B-E-Rechnungen nicht verwendet werden.
XRechnung ist eine reine XML-Rechnung und ohne Viewer schwer lesbar. ZUGFeRD kombiniert dagegen ein lesbares PDF mit eingebetteten XML-Daten. Beide Formate können für E-Rechnungen relevant sein, wenn die gesetzlichen und technischen Anforderungen erfüllt werden.
ZUGFeRD ist für kleine Unternehmen praktisch, weil Kunden weiterhin eine lesbare PDF-Rechnung erhalten, während Buchhaltungssysteme die strukturierten XML-Daten verarbeiten können. Das reduziert manuelle Eingaben und erleichtert den Übergang zur E-Rechnung.
Nein. ZUGFeRD ist nicht das einzige zulässige E-Rechnungsformat. Im B2B-Bereich können auch XRechnung oder andere geeignete strukturierte Formate verwendet werden. Entscheidend ist, dass die Rechnung die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und elektronisch verarbeitet werden kann.
Grundsätzlich kann eine E-Rechnung auch per E-Mail übermittelt werden, wenn der konkrete Übermittlungsweg zwischen den Beteiligten passt. Wichtig ist, dass die vollständige ZUGFeRD-Datei versendet wird und die eingebetteten XML-Daten nicht verloren gehen.
Prüfe nicht nur das sichtbare PDF, sondern auch die strukturierten Daten. Eine geeignete Software oder ein Validator kann helfen, Pflichtfelder, Format, Beträge, Steuersummen und XML-Daten zu prüfen.
Die vollständige ZUGFeRD-Datei sollte im Originalformat aufbewahrt werden. Ein Ausdruck, Screenshot oder eine einfache PDF-Kopie ohne eingebettete XML-Daten reicht nicht aus, wenn dadurch der strukturierte Rechnungsbestandteil verloren geht.
Motorica erstellt ZUGFeRD-Rechnungen direkt aus den gepflegten Rechnungsdaten. Die Datei verbindet eine lesbare PDF-Rechnung mit eingebetteten strukturierten XML-Daten. Belegt ist die strukturierte Rechnungserfassung sowie XRechnung und ZUGFeRD.